Samstag, 3. Januar 2015

"Saubere" Kleidung

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum wir vor Weihnachten nach Augsburg gefahren sind. Dort ist nämlich "manomama" beheimatet, und da mein Freund eh eine neue Jeans brauchte, haben wir dort den Fabrikverkauf besucht.


Ich finde das Konzept von "manomama" wahnsinnig toll. Infos dazu sind auf der Homepage nachzulesen. Es ist wirklich respektabel, was die Gründerin Sina Trinkwalder auf die Beine gestellt hat. Und die Klamotten sehen wirklich schön aus.

Das Motto von Sina Trinkwalder: „Wir können die Welt nicht verändern, aber jeden Tag ein bisschen besser machen.“ Deshalb manomama.

Der Fabrikverkauf ist etwas anders, als man sich das vielleicht vorstellt. Es ist gar kein richtiger Fabrikverkauf, sondern man kommt ins normale Lager, in dem chaotische Lagerhaltung herrscht. Man sagt dem Mitarbeiter dann, was man möchte und in welcher Größe, woraufhin er dann im Computer nachschaut, welches Lagerkennzeichen das verlangte Stück hat, und sucht es einem heraus. In einer Ecke hinter einem Paravent kann man es dann anprobieren.
Also man muss schon genau wissen, was man will, und sollte das Sortiment kennen :-)
"Shoppen" im eigentlichen Sinn ist das nicht.
Für meinen Freund war das jedoch ideal, da er Klamotten kaufen hasst. Die gewünschte Jeans hat auf Anhieb gepasst - gekauft und fertig. Ein Langzeitfazit zur Hose kann ich natürlich noch nicht geben, aber sie wirkt sehr stabil und strapazierfähig und ist wirklich sehr sauber verarbeitet. Für mich gab es einen schlichten schwarzen Baumwollpulli.

Auf dem Weg zum Lager geht man übrigens durch einen großen Produktionsraum, in dem viele Näherinnen arbeiten oder auch gebügelt wird. Auch an riiiiiieeesigen Stoffballen kommt man vorbei. Wirklich interessant. Und die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich.

Am Abend des Tages, an dem wir in Augsburg waren, haben wir zufällig eine TV-Reportage über Kleidungsproduktion und Färbung von Stoffen in Bangladesh gesehen. Was dort passiert, ist wirklich unsäglich. Abgesehen von Kinderarbeit werden die Farben und Chemikalien einfach in die Flüsse geleitet, welche anderen Menschen Wasser zum Trinken und Waschen bieten. Umweltschutz ist dort ein Fremdwort.

Umso besser finde ich Konzepte wie manomama. Hut ab! Es geht also auch anders. Und der Preis von rund 80 Euro für eine Jeans made in Germany, für die nicht Mensch und Umwelt leiden mussten, ist echt ok. Da sind andere Markenjeans oft sogar teurer.
Übrigens: die Hose von manomama roch nach nichts, als sie neu war. Oft stinken neue Klamotten ja regelrecht.

1 Kommentar:

Eiskristall hat gesagt…

Guten Mittag.

Das Unternehmen klingt interessant. Vielen Dank für deinen Bericht dazu. :)