Sonntag, 18. August 2013

Die Sache mit dem Wildern

Wildernde Socken finde ich ja total schön. Die einzelnen Farben kommen besser zur Geltung, und vor allem auch Muster. Bis vor kurzem habe ich mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht, und sooo viele handgefärbte Garne habe ich ja auch noch nicht zu Socken verstrickt. Wenn die Wolle mal gewildert hat, war es Zufall, und meine Einstellung dazu war: es wird eben, wie's wird!
Aber je mehr schöne wildernde Socken ich auf Blogs und bei ravelry entdeckt habe, umso lieber wollte ich sowas auch mal hinkriegen, und zwar gewollt. Es gibt so viele schöne handgefärbte Garne, und oft ist es so schade, wenn die einzelnen Farben und auch die Muster im Farbwirrwarr untergehen.

In den letzten Tagen habe ich daher ziemlich viel herumprobiert. Ich habe sehr viel beim "Fruchtjoghurt", dem Monatsunikat Juli von www.wollträume.de, ausprobiert: verschiedene Nadelstärken, verschiedene Maschenzahlen, verschiedene Rippen. Nichts. Es wurde und wurde nicht so, wie ich das wollte. Also ein anderes Garn ausprobiert, den "Beerentraum" vom Wollträume-dawanda-Shop. Da war meine Lust schon etwas geschwunden, und ich habe nur noch mit einer Nadelstärke und verschiedenen Maschenzahlen probiert. Wieder nichts, nicht mal Ringel oder Spiralen. Einfach ein Durcheinander. Da war ich schon gefrustet.

Vor lauter Frust habe ich dann mein anderes "Frustobjekt" wieder aufgetrennt und neu angeschlagen, dieses Mal mit dem anderen Italien-Muster aus demselben Heft und mit 72 Maschen. Jetzt sieht es gut aus. Ich wollte auf jeden Fall ein Muster, bei dem die Blockstreifen wellig oder zackig rauskommen.


Dann hat mich aber doch wieder der Ehrgeiz gepackt und ich habe mir nochmal ein anderes handgefärbtes Knäuel geschnappt (an Wollmangel leide ich ja Gott sei Dank nicht...), die "Nixe" von der "Schönfärberei". Ich habe einfach mal 68 Maschen angeschlagen, eine "Zora" sollte es werden. Und siehe da: es hat schon fast gewildert! Es wurden breite linksdrehende Spiralen. Wie ich bei Mary gelernt habe, braucht man dann mehr Maschen. Also noch 2 Maschen zugenommen, weiterprobiert, und es war perfekt! Na also, es geht doch! Natürlich habe ich nochmal von vorne angefangen, habe mir die Rippen so eingeteilt, dass es bei 70 Maschen symmetrisch ist, und ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden! Juhu! Ich bin richtig stolz!


Und es macht richtig süchtig, weil man immer wissen will, wie's weitergeht. Außerdem kriege ich auch schon ein Gefühl dafür. Es macht sich sofort bemerkbar, wenn man eine Runde mal etwas fester oder etwas lockerer strickt, so kann man sogar die "Wilderungsrichtung" irgendwie beeinflussen. Wahnsinn...
Ach ja, und weil ich nun das erste Mal ohne Hilfsnadel verzopfe (nach Ingrids Anleitung), macht es gleich doppelt mehr Spaß!


1 Kommentar:

Mary hat gesagt…

Ohhh, Deine Zora wird super :-) Es freut mich, dass Du den Dreh mit dem Wildern raus hast. Wie Du schon schreibst, dann macht das Stricken noch einmal so süchtig, weil man immer sehen möchte wie es weiter geht.

Und nicht verzweifeln, wenn Wolle nicht wildert, manche Stränge sind nicht so gefärbt, dass wildern möglich ist ;-)

Liebe Grüße
Mary

P.S.: Die Blockstreifensocke wird aber auch hübsch :-))